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*** Bitte achten Sie immer auf mögliche Dienstverschiebungen, vereinbaren Sie einen Sprechstundentermin, um Wartezeiten zu vermeiden (auf den Seiten angegebene Sprechzeiten ggf. ohne Gewähr). Und - oft gefragt: Grippe-Impfung? ... wieder ab Oktober möglich! ***
 

Adresse

Praxisgemeinschaft im
Märkischen Zentrum

Senftenberger Ring 5 A
13439 Berlin
 

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Montag - Donnerstag
8 - 14 und 15 - 19 Uhr

Freitag
8 - 14 und 15 - 18 Uhr

Samstag
10 - 13 Uhr

Die Arzt Sprechzeiten sind abweichend, siehe Ärzte.

Hinweis

Unter der obenstehenden Rufnummer erreichen Sie auch unseren Ansagedienst. Sie können durch Wählen der genannten Ziffer direkt eine Bestellung von Wiederholungsrezepten, Überweisungen oder einen Rückrufwunsch hinterlassen. Informieren Sie sich bitte über die Sprechzeiten oder vereinbaren Sie einen Termin, dies erspart lange Wartezeiten.

Achtung Zeckenzeit – Was Sie über die Blutsauger wissen sollten

Was sind Zecken?

Die Zecke ist ein weltweit verbreiteter Parasit, der sich vom Blut zahlreicher Wirbeltiere ernährt.

Wo kommen Zecken vor?

Zecken fallen nicht vom Baum, wie oft vermutet, sondern lauern im Gras an Halmen, im Wald an Farnen oder losem Laub, auch in Gärten und in der Stadt sind sie anzutreffen. Kommt ein Wirt, zB ein Mensch oder Hund vorbei, krallen sie sich an Schuhen, Hosen und Socken oder direkt an der Haut fest und krabbeln dort solange umher, bis sie eine gut durchblutete Stelle ausfindig machen – beispielsweise die Kniebeuge. Dann sticht die Zecke zu und saugt Blut.

Wann kommen Zecken vor?

Zecken sind hauptsächlich zur warmen Jahreszeit aktiv, von März bis Oktober. Jedoch krabbeln Zecken auch an milden Wintertagen, über 7 Grad Celsius, aktiv durchs Gestrüpp.

Wie schützt man sich vor Zecken?

Ziehen Sie hohe, geschlossene Schuhe an bei einem Spaziergang im Grünen, Tragen Sie – wenn möglich – eine lange Hose. Wandern Sie nicht querfeldein durch den Wald sondern bleiben Sie besser auf breiteren Wegen. Sprühen Sie sich mit Antizeckenmitteln, wie zB Autan, ein.

Nach dem Ausflug sollten Sie sich gründlich nach auffälligen, dunklen Pünktchen absuchen, die sich auf Haut oder Kleidung befinden. Vor allem im Schritt, in den Achseln, Ellbogenbeugen und Kniekehlen halten sich die Blutsauger gerne auf.

Wie entfernt man eine Zecke?

Wenn sich das Tier schon festgesaugt hat, versuchen Sie schnellstmöglich, die Zecke zu entfenen, denn je länger sie saugt, desto höher wird das Risiko für übertragbare Krankheiten. Hierzu greift man sie mit einer Pinzette, einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenkarte dicht über der Haut, also an ihren Mundwerkzeugen und zieht sie langsam und gerade aus der Haut, ohne sie zu quetschen. Sie sollten die Zecke dabei möglichst nicht drehen und auf keinen Fall darf sie vorher mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden. Anschliessend die betroffene Stelle ordentlich desinfizieren.

Was macht die Zecke so gefährlich?

Zecken beherbergen die verschiedensten Erreger und übertragen diese durch Stiche. Das kann zu schweren Krankheiten führen, die zwei bedeutendsten sind:

 

Frühsommermeningoenzephalitis (FSME): ist eine durch das FSME-Virus ausgelöste Krankheit.

Beim Patienten kann es zu einer Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns oder des Rückenmarks führen und tödlich enden. Nur in bestimmten Regionen sind Zecken mit FSME-Viren infiziert. In Deutschland ist vor allem der Süden ( Bayern, Baden-Würtemberg) betroffen, jedoch breitet sich das FSME-Risiko durch Klimaveränderungen immer weiter Richtung Norddeutschland aus. Weitere Info über FSME Risikogebiete auf der Seite des RKI (Robert-Koch-Institut). In Europa ist das Virus unterschiedlich ausgeprägt. Besonders viele FSME-Gebiete gibt es in den baltischen Staaten sowie großen Teilen Osteuropas, sowie in Österreich und der Schweiz.

Die Erkrankung lässt sich nicht ursächlich behandeln. Es sind keine Medikamente bekannt, die gegen das Virus helfen. Die Therapie einer FSME beschränkt sich auf die Linderung der Symptome, wie z. B. Schmerzen und Fieber.

Den einzig zuverlässigen Schutz kann eine FSME Impfung bieten.

Wer sollte sich impfen lassen nach STIKO?

  • Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder sich kurzfristig dort aufhalten, zum Beispiel im Urlaub
  • Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind, etwa Laborpersonal, sowie in den Risikogebieten zum Beispiel Forstarbeiter und Landwirtschaftsarbeiter
  • Personen, die sich in Risikogebieten außerhalb Deutschlands aufhalten
  • Bei den gesetzlichen Krankenkassen besteht ein Anspruch auf eine Impfung gegen FSME., wenn man zu einer Risikogruppe gehört. Die meisten deutschen Krankenkassen übernehmen zudem auch die Kosten für die Impfung bei Reisen in ausländische FSME-Risikogebiete.

    Wie erfolgt die Impfung?

    Man lässt sich vorzugsweise bereits im Winter impfen, da zu dieser Zeit die Zeckengefahr am geringsten ist. Dann besitzt man im darauf folgenden Frühjahr bereits einen guten Schutz. Abgetötete FSME-Viren werden in den Körper injiziert. Um einen mehrjährigen Schutz zu erlangen,erhält man als Grundimmunisierung 3 Impfungen, die ersten beiden im Abstand von 1-3 Monaten, die dritte nach 9-12 Monaten. Eine Auffrischung erhält man nach 3 Jahren. Über weitere Impfabstände berät Sie gern Ihr Hausarzt. Die Impfung ist in der Regel gut verträglich, für Erwachsene wie auch für Kinder.

     

    Borreliose: ist eine durch das Bakterium Borrelia burgdorferi ausgelöste Infektionskrankheit.

    Die Bakterien können das Nervensystem, die Gelenke und Organe sowie das Gewebe befallen. Schätzungsweise jede vierte bis fünfte Zecke kann Borrelien übertragen, doch bricht die Krankheit nur bei 1-2 Prozent der Angesteckten aus. Borreliose tritt in allen Teilen Deutschlands auf.

    Symptome:

  • gerötete kreisförmige Hautstelle um den Stich herum in den ersten 4 Wochen
  • Fieber , jedoch ohne Husten und Schnupfen 10-14 Tage nach der Infektion
  • starke Müdigkeit, Mattigkeit, Erschöpfung, schubweise auftretende Gelenkschmerzen
  • Therapie: Antibiotikatherapie hochdosiert und ausreichend lange

    Gegen Borreliose gibt es bislang keine Schutzimpfung.

     

    Liebe Patienten,
    lassen Sie sich nicht abschrecken, die Natur zu geniessen. Sollten sie in Risikogebiete reisen, nutzen sie die Möglichkeit der Immunisierung gegen FSME. Gehen sie immer gut geschützt durch Wald und Flur. Nach dem Aufenthalt im Freien: Selbstkontrolle des Körpers, vor allem dunkle, feuchte Körperstellen.

    Sollten sie trotzdem einen Zeckenstich bemerken, kommen sie in die Praxis – wir helfen und beraten sie gern.

    Ihr Praxisteam